Watten lernen – Tipps, Tricks & Taktik

Taktik & Strategie für Anfänger und Fortgeschrittene


Das Kartenspiel Watten kann schnell knifflig werden – besonders dann, wenn die Gegenspieler über mehr Erfahrung verfügen. Zwar spielt auch Glück eine Rolle, doch mit der richtigen Taktik, gezielten Tipps und etwas Übung lässt sich eine Partie oft zu den eigenen Gunsten beeinflussen.

Auf dieser Seite findest du hilfreiche Watten-Tipps und Tricks, mit denen du dein Spiel Schritt für Schritt verbessern kannst – egal, ob du Watten lernen möchtest, gerade erst anfängst oder bereits Spielerfahrung gesammelt hast.



Zweiter stich ist Partnerstich


Beim zweiten Stich wird dieser in der Regel bewusst dem Spielpartner überlassen, der als Letzter an der Reihe ist.

Der Grund: Zu diesem Zeitpunkt hat der Partner meist schon eine gute Vorstellung davon, womit er stechen kann, und als letzter Spieler lässt sich der Stich oft günstig oder gezielt überstechen.

Diese Regel ist nicht verpflichtend und wird vor allem beim Blindwatten und Ladinisch Watten praktiziert.

Zu lange gezögert


In einer Wattrunde benötigt ein Team drei der fünf möglichen Stiche, wobei oft nicht alle fünf gespielt werden.

Hat man gute Karten, sollte man diese daher nicht zu lange zurückhalten, sondern sie möglichst früh einsetzen – das erhöht die Gewinnchancen und hilft dem Partner schneller zu erkennen, was angesagt ist.

Schlag auf Schlag


Als Unwissender legt man in der Regel keine gleich hohe Karte auf die Karte des Partners oder eines Gegners, da dadurch keine verwertbaren Informationen gewonnen werden.
Beispielsweise gilt es zu vermeiden, auf eine gespielte Neun erneut eine Neun zu legen („9 auf 9“), weil daraus weder auf Schlag noch auf Trumpf geschlossen werden kann.

Dies betrifft alle Spielvarianten, wo es blinde Spieler gibt (Blindwatten, Kritisch Watten, Ladinisch Watten).




Bluffen beim Watten


Ein überzeugender Bluff kann beim Watten dazu führen, dass dein Team eine Runde gewinnt, obwohl eure Karten nicht optimal sind. Beim Bieten lassen sich Gegner gezielt unter Druck setzen und zu Fehlentscheidungen verleiten.

Wichtig ist dabei, kein auffälliges Verhalten zu zeigen. Zu häufiges Bluffen verliert schnell an Wirkung. Deshalb sollte diese Taktik bewusst eingesetzt und auf den richtigen Moment aufgespart werden.


Deuten beim Watten


Da du die Karten deines Spielpartners nicht sehen kannst, spielt das Deuten beim Watten eine wichtige Rolle. Durch Gesten, Mimik oder gezielte Wortwahl können Hinweise gegeben werden, um das Zusammenspiel im Team zu verbessern.

Gedeutet werden darf jedoch erst, nachdem Schlag und Trumpf festgelegt wurden. In manchen Spielrunden oder bei Preiswatten-Turnieren ist Deuten nicht erlaubt, weshalb die geltenden Regeln vor Spielbeginn geklärt werden sollten.


Zwölf und Drei beim Watten


Diese taktische Regel ist besonders wichtig, wenn eine Partie bis 15 gespielt wird. Hat das gegnerische Team bereits 12 Punkte erreicht und bietet drei, kann ein falsches Halten das Spiel sofort entscheiden.

Würde dein Team in dieser Situation halten und die Runde verlieren, hätten die Gegner die volle Punktzahl erreicht und die Partie gewonnen. Deshalb gilt: Bietet der Gegner drei und würde bei einem Sieg die maximale Punktzahl erreichen, ist es oft sinnvoller, nicht zu halten und dem Gegner die zwei Punkte zu überlassen.

  • Wird eine Partie bis 11 Punkte gespielt, gilt die Regel 8 und drei.
  • Bei Spielen bis 18 Punkte gilt entsprechend 15 und drei.

Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn dein Team sich sehr sicher ist, die Runde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu gewinnen

Karten mitzählen beim Watten


Beim Watten hilft es, den Überblick über bereits gespielte Karten zu behalten. Dabei reicht es oft aus, auf hohe Karten, Rechte, Gute oder – je nach Variante – kritische Karten zu achten.

Wer weiß, welche Karten noch im Spiel sind, kann Entscheidungen wie Halten oder Weiterbieten besser einschätzen. Dieses Spielgefühl entwickelt sich mit zunehmender Erfahrung.

Nicht jede Runde gewinnen wollen


Beim Watten ist es oft sinnvoll, bewusst schwächere Karten auszuspielen, um sie loszuwerden und dem Spielpartner den Stich zu überlassen (z.b. wie auch beim Partnerstich). So bleiben starke Karten für spätere Runden erhalten.

Ebenso kann es taktisch klug sein, Gegner früh zum Ausspielen von Guten oder Rechten zu zwingen oder gezielt Trumpf zu spielen, um ihre Kartenlage zu testen. Entscheidend ist, den gesamten Spielverlauf im Blick zu behalten – nicht nur den einzelnen Stich.

Watten lernen durch Übung und Erfahrung


Eine perfekte Strategie für Watten gibt es nicht. Mit jeder gespielten Partie entwickelt sich ein besseres Gefühl für Karten, Spielsituationen und Mitspieler.

Voraussetzung ist, dass die grundlegenden Watten-Spielregeln bekannt sind. Für Anfänger eignet sich besonders offenes Watten, da Spielsituationen leichter nachvollziehbar sind.

Online Watten - Farben/Trumpf - Schell, Laub, Herz, Eichel


Watten Spielvarianten



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